Wind bleibt eine Herausforderung beim Heben in großer Höhe. Um diesem entgegenzuwirken und auch bei Wind länger weiterheben zu können, ist der Orientator eine wertvolle Ergänzung. Der Einsatz ist als eigenständige Einheit oder montiert an einem Steker, I‑Boom oder einer Traverse möglich.
Es stehen drei Ausführungen zur Verfügung, die alle funkferngesteuert, akkubetrieben und mit zahlreichen Bomecon‑Hebesystemen kompatibel sind.
Der Oriëntator 600 ist ein eigenständiger, akku‑betriebener Ventilator, der mit vier Schrauben nahezu überall befestigt oder einfach über einen Kanal / eine Kokeröffnung geschoben werden kann. Der Ventilator kann in beide Drehrichtungen rotieren, sodass die Last und/oder das Hebemittel sowohl links‑ als auch rechtsdrehend orientiert und positioniert werden können.
Die Steuerung erfolgt entweder über eine eigene Fernbedienung oder kann in die Fernbedienung eines anderen Hebemittels integriert werden. Dank der flexiblen Montagemöglichkeiten ist der Oriëntator 600 vielseitig einsetzbar.
Der Oriëntator 800 und der Oriëntator 1000 bestehen aus zwei akkubetriebenen Ventilatoren, die in eine Hebetraverse (Lasttraverse) integriert sind. Dadurch kann diese Lösung sowohl eigenständig als orientierbare Traverse eingesetzt werden als auch in Kombination mit schwereren Hebemitteln von Bomecon, wie zum Beispiel der I‑Boom 20.
Der Vita Load Navigator verfügt neben akku‑betriebenen Ventilatoren über intelligente Software, ein GPS‑Modul sowie zusätzliche Funktionen. Dadurch kann die Last selbstständig in Position gehalten oder automatisch in vordefinierte Positionen gedreht werden.
Anschlagseile (Tag Lines) werden dadurch überflüssig, Arbeiten bei starkem Wind bleiben möglich und es geht keine Zeit für das Positionieren der Last und/oder des Hebemittels verloren.
Sicherheit – Das Personal muss die Last nicht mehr mit Anschlagseilen (Tag Lines) kontrollieren oder positionieren. Dadurch wird vermieden, dass sich Mitarbeiter in der Nähe einer hängenden Last aufhalten, der Last über die Baustelle folgen oder durch unerwartete Windböen umgerissen werden. Mit einem Oriëntator wird dieser risikoreiche Arbeitsprozess vollständig eliminiert.
Mehr Kranstunden – Wind führt dazu, dass sich Elemente unkontrolliert drehen, insbesondere wenn die Last nicht mit Anschlagseilen erreichbar ist. Dadurch kommt der Kran und teilweise sogar das gesamte Team zum Stillstand. Je nach Typ des Oriëntators kann bei Windgeschwindigkeiten bis ca. 48 km/h gearbeitet werden, was die Einsatzfähigkeit des Krans und die Anzahl der Kranstunden deutlich erhöht.
Effizienz – Es geht keine Zeit für das Anbringen, Bedienen oder Umsetzen von Anschlagseilen verloren. Die Positionierung erfolgt schneller oder sogar automatisch, was zu einer Einsparung von Kranzeit und Mannstunden führt.
Vermeidung von Schäden – Durch die Kontrolle über Rotation und Position der Last und des Hebemittels in jeder Höhe, mit einer Genauigkeit von bis zu einem Grad, wird das Risiko von Schäden an Geräten, Lasten und Gebäude auf ein Minimum reduziert.
Anschlagseile (Tag Lines) – Eine häufig eingesetzte Alternative zu einem Oriëntator ist das Arbeiten mit Anschlagseilen (Tag Lines). Dabei kontrolliert ein Mitarbeiter die Rotation der Last manuell mithilfe eines Seils. In einfachen Situationen kann dies effektiv sein, erfordert jedoch, dass sich der Mitarbeiter mit der Last mitbewegt und über ausreichend freien Raum verfügt, um sicher gehen zu können.
Bei größeren Hubhöhen, beengten Platzverhältnissen oder unerwarteten Windböen wird diese Kontrolle weniger direkt und das Risiko steigt. Das Anschlagseil wird länger, Korrekturen erfolgen verzögert und der Mitarbeiter kann sich näher an den Gefahrenbereich begeben oder sogar aus dem Gleichgewicht gezogen werden.
Die Zusammenstellung und Einstellung der richtigen Produktkombination für eine Hebehrausforderung kann komplex sein. Mit unserer tiefgehenden Fachkenntnis und Erfahrung im Bau‑ und Hebebereich unterstützen wir Sie gerne dabei, die beste Lösung zu finden.
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